Willkommenskultur als Erfolgsfaktor für Fachkräftebindung
Juni 2026
Training zum Thema „Willkommenskultur als Schlüssel zur Fachkräftesicherung“ im Rahmen des Projekts „Perspektive Ems-Vechte“. Bild: Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim e.V.
Projekt „Perspektive Ems-Vechte“ bietet praxisnahe Unterstützung für Unternehmen in der Region
Wie können Unternehmen internationale Fachkräfte nicht nur gewinnen, sondern auch erfolgreich integrieren und langfristig binden? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Training zum Thema „Willkommenskultur als Schlüssel zur Fachkräftesicherung“, das am 10. Juni 2026 von der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim und dem Wirtschaftsverband Emsland organisiert wurde.
Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Perspektive Ems‑Vechte“, das Unternehmen in der Region bei allen Fragen rund um Fachkräftemigration begleitet und dabei unterstützt, Integration im Betrieb ganzheitlich zu gestalten.
Im Mittelpunkt des Trainings stand die Bedeutung einer gelebten Willkommenskultur. Sie entscheidet maßgeblich darüber, wie schnell neue Mitarbeitende, ob aus dem Ausland oder aus der Region, im Unternehmen Fuß fassen, sich wohlfühlen und sich einbringen können. Klare Strukturen, verlässliche Orientierung und ein wertschätzendes Miteinander bilden dabei die Grundlage.
Neben fachlichen Impulsen durch das IQ-Netzwerk Niedersachsen, bot die Veranstaltung vor allem Raum für einen offenen und ehrlichen Austausch. Vertreterinnen und Vertreter aus regionalen Unternehmen und Institutionen berichteten aus dem Arbeitsalltag, schilderten Herausforderungen und diskutierten gemeinsam praxisnahe Lösungsansätze.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Thema Onboarding. Dabei wurde deutlich, dass eine erfolgreiche Integration neuer Mitarbeitender weit über die Vermittlung fachlicher Inhalte hinausgehe. Auch soziale und organisatorische Aspekte würden eine wichtige Rolle spielen. Diskutiert wurden konkrete Ansätze, wie Unternehmen beispielsweise internationale Fachkräfte beim Ankommen gezielt unterstützen könnten, unter anderem durch Mentoring, einer strukturierten Begleitung oder einer wertschätzenden Kommunikation im Arbeitsalltag.
Die Einschätzung der Teilnehmenden machte deutlich, dass Willkommenskultur nicht durch einzelne Maßnahmen entstehe. Vielmehr müsse sie als Haltung im Unternehmen verankert und im täglichen Miteinander gelebt werden. Wer Fachkräfte langfristig binden will, müsse ihnen von Beginn an das Gefühl geben, willkommen zu sein. Dies sei eine gemeinsame Aufgabe, die aktiv gestaltet werden könne.
Ansprechpartnerin
Katharina van Münster
Tel.: (05921) 7801-62
vanmuenster(at)wirtschaft-grafschaft.de