Steuerrecht und Klimaschutz im Fokus: Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2021

Selten wurde mit solch einer Spannung auf eine Bundestagswahl geschaut wie im Jahr 2021: Wenige Wochen vor dem Wahltermin zeichnen sich laut der Prognosen verschiedenste Koalitionsmöglichkeiten ab – und auch die Frage der Kanzlerschaft ist alles andere als geklärt. Um die hiesigen Kandidaten zu Wort kommen zu lassen, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim in Kooperation mit der Wirtschaftsvereinigung (WV) Grafschaft Bentheim und dem Wirtschaftsverband Emsland nun zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.

Im Manzsaal des NINO-Hochbaus trafen Albert Stegemann (CDU), Dr. Daniela De Ridder (SPD), Everhard Hüseman (Bündnis 90/Die Grünen), Jens Beeck (FDP) und Danny Meiners (AfD) am 8. September 2021 aufeinander und stellten sich den Fragen von Moderatorin Sarah Buletta, ihres Zeichens Reporterin beim Radiosender Antenne Niedersachsen und somit bestens vertraut mit den Themen der Region. Eingeladen war ebenfalls Kandidat Helmuth Hoffmann (Die Linke), welcher allerdings nicht zur Veranstaltung erschien.

    

Bildunterschrift: Die Kandidatinnen und Kandidaten der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Jens Beeck (FDP), Dr. Daniela De Ridder (SDP), Everhard Hüseman (Bündnis 90/Die Grünen), Danny Meiners (AfD), Albert Stegemann (CDU) und Moderatorin Sarah Buletta von Antenne Niedersachsen.

Zwei zentrale Themenblöcke bestimmten den Nachmittag: zum einen steuerrechtliche Fragen, zum anderen die Herausforderungen für die Wirtschaft angesichts des Klimawandels.

Am Ende der Podiumsdiskussion bedankten sich die Veranstalter bei den Kandidatinnen und Kandidaten und würdigten auch die gelungene Moderation durch Sarah Buletta. Neben IHK-Präsident Uwe Goebel und Ulrich Boll, Vorsitzender des Wirtschaftsverbands Emsland, ergriff auch WV-Vorsitzender Klaas Johannink das Wort. Er zollte den Politikern Respekt, die in der Coronakrise wichtige Entscheidungen zu treffen hatten – kritisierte aber auch, dass bei der Podiumsdiskussion bisweilen auf konkrete Fragen, etwa zum Bürokratieabbau, keine konkreten Antworten folgten. Er rief weiterhin eindringlich dazu auf, innovative Ideen nicht als Hirngespinste abzutun, da Deutschland sonst womöglich den nächsten Zukunftstrend verschlafe. Als Beispiel nannte er die Energiewende. Die Politik müsse dabei den Rahmen setzen, damit die Unternehmen handeln können. Abschließend brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass es nach der Wahl hoffentlich noch in diesem Jahr zur Bildung einer Koalition kommt.

    

    

    

Bildunterschrift: Impressionen aus der Veranstaltung. Parallel konnten Zuschauerinnen und Zuschauer die Podiumsdiskussion digital im Live-Stream verfolgen. Außerdem wurde die Veranstaltung aufgezeichnet und ist bald im Internet abrufbar.