Deutlich mehr Unternehmen spüren die Auswirkungen durch Omikron

Erneute Blitzumfrage der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim

Welche Auswirkungen hat die Verbreitung der Omikron-Variante auf Grafschafter Unternehmen und welche Konzepte werden genutzt, um auch angesichts steigender Infektionszahlen handlungsfähig zu bleiben? Die Wirtschaftsvereinigung der Grafschaft Bentheim e. V. führte vier Wochen nach der ersten Umfrage zu Omikron eine Folgeumfrage mit dem Thema „Auswirkungen des Corona-Virus auf die Wirtschaft der Grafschaft Bentheim VII“ bei ihren Mitgliedern durch. „Anhand der Ergebnisse der zweiten Omikron-Umfrage gewähren uns die Unternehmen einen Einblick in die aktuelle Lage der Grafschafter Wirtschaft vor dem Hintergrund der derzeit exorbitant hohen Infektionszahlen“, sagt Geschäftsführerin Jutta Lübbert. „Wir freuen uns sehr, dass der Fragenkatalog von deutlich mehr Unternehmen als im Vormonat beantwortet wurde“. Insgesamt haben 70 Mitgliedsunternehmen verschiedener Größen aus unterschiedlichen Branchen teilgenommen.

Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

Fakt ist, dass die Krise weiterhin nahezu die gesamte Grafschafter Wirtschaft über alle Branchen hinweg trifft. Rund 55 % der befragten Unternehmen beurteilen die aktuelle Lage als neutral. Gegenüber der Umfrage aus Januar 2022 hat sich dieser Wert um ca. 12 % verringert. Der Anteil der Befragten, der die Lage als negativ bewertet, liegt bei fast 29 % und hat sich im Vergleich zum Vormonat nahezu verdoppelt. Zu einer positiven Einschätzung kommen noch rund 16 % der befragten Unternehmen.

Rund acht von zehn der befragten Unternehmen spüren derzeit Auswirkungen der Omikron-Variante. Das ist deutlich mehr als noch im Vormonat, als der Wert bei ca. 55 % lag. Wie bereits die Ergebnisse im Januar ergeben haben, sehen die Unternehmen vor allem eine Steigerung des Personalausfalls (88 %), 41 % geben eine Verschärfung von Lieferkettenengpässen an. Bei dreiviertel der befragten Unternehmen liegen die Personalausfälle in Verbindung mit der Omikron-Variante im Bereich zwischen 0 – <10 %. Anders als noch im Vormonat bewegen sich die Ausfälle bei fast 28 % der Unternehmen bereits schon jetzt zwischen 10 – <25 % (01/2022: 10%).

Um auch angesichts steigender Infektionszahlen handlungsfähig zu bleiben, setzen die befragten Unternehmen vor allem auf die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen in ihren Unternehmen sowie auf die verstärkte Entzerrung der Anwesenheit von Mitarbeitenden durch Homeoffice, Mehrschichtsysteme, Teamtrennung und ähnliche Maßnahmen. Rund die Hälfte aller befragten Unternehmen hat Zugangsbeschränkungen für Kunden und Lieferanten (wieder) eingeführt und ihre Testmöglichkeiten über die gesetzlichen Vorgaben hinaus ausgeweitet bzw. bieten selbst Impfmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Rund 60 % der befragten Unternehmen halten die aktuellen Quarantäne-Regelungen der Bundesregierung für genau richtig. Das ist deutlich weniger als im Vormonat, als der Wert noch bei 75 % lag. Aktuell halten 30 % der Befragten die Regelungen für zu streng.

Klaas Johannink, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung, fasst die Ergebnisse der VII. Umfrage zusammen: „Obwohl die Infektionszahlen auch in der Grafschaft Bentheim zur Zeit leicht rückläufig sind, leiden die Unternehmen zunehmend unter den Personalausfällen bei weiterhin guter Auftragslage. Wir hoffen, dass sich die Lage in den kommenden wärmeren Monaten etwas entspannt.“